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Donnerstag, 14. Oktober 2010

Test Nikon Coolpix P7000



Nikon hat bisher immer das Nachsehen gehabt gegenüber den Kompaktkameras von Canon. Mit der neuen Coolpix P7000 bringt Nikon nun aber eine echte Konkurrenz zur ebenfalls gerade erschienenen Canon Powershot G12.

Nikon verbaut einen 1/1,7" CCD Sensor, der 10 Megapixel Auflösung schafft. Die Optik mit 7,1-fachem Zoom hat eine Brennweite von 28-200 mm. Die Lichtstärke beträgt 2.8 im Weitwinkel und 5.6 im maximalen Zoom. Es können ISO-Werte von 100 bis 6.400 gewählt werden, bis 1.600 aus meiner Sicht noch absolut akzeptabel. Erst danach wird das Rauschen wirklich störend. Der Bildstabilisator verhindert Verwacklungen. Neben JPEG-Bildern kann auch das professionelle RAW-Format und Kombinationen aus beiden Formaten aufgenommen werden sowie Videos im HD-Format (720p).

Klar, die P7000 passt nicht mehr in jede Hosentasche, ist aber dennoch klein genug, um sie zumindest in die Jackentasche zu stecken und auch sonst immer überall hin mitzunehmen. Wer mit einer DSLR fotografiert und diese für manche Gelegenheiten zu sperrig ist (z.B. Bergwandern, Städtetour, etc.), der liegt mit der Coolpix P7000 meiner Ansicht nach genau richtig.

Von außen betrachtet fallen zunächst die vielen Einstellmöglichkeiten auf. Über ein Wählrad auf der Oberseite hat man schnellen Zugriff auf die ISO-Einstellungen, den Weißabgleich, die Bildqualität, Braketing, eigene Einstellungen und Bildinformationen.

Über ein weiteres Wählrad wechselt man zwischen den verschiedenen Aufnahmemodi. Dabei stehen neben dem Automatikmodus auch Blendenvorwahl, Belichtungszeitvorwahl, manueller Modus, verschiedenste Motivprogramme und drei eigens zu belegende Programme zur Verfügung. Zudem noch der Videomodus und ein neues Programm für Fotos bei Nacht. Insgesamt sehr umfangreich und in jedem Fall mit den Möglichkeiten einer DSLR zu vergleichen.

Ebenfalls sehr praktisch: Mit Hilfe eines dritten Wählrads auf der Oberseite hat man direkten Zugriff auf die Belichtungskorrektur (+3 bis -3).

Auf der Vorderseite ist eine zusätzliche Fn-Taste, die man selbst mit einer Funktion belegen kann (Weissabgleich, Belichtungsmessung, Active D-Lighting, etc.).

Sehr komfortabel fällt auch das große 3-Zoll Display mit 920.000 Bildpunkten aus. Alle notwendigen Infos sind einblendbar, der Kontrast ist sehr gut und auch bei starkem Sonnenlicht kann man alles gut erkennen.

Vergleicht man die Kamera mit der Konkurrenz aus dem Micro Four-Thirds Bereich, so fällt einem gleich positiv der eingebaute optische Sucher auf. Doch dieser sollte meiner Ansicht nach auf keinen Fall überbewertet werden und ist in keinster Weise mit dem Sucher einer DSLR zu vergleichen. Die Bildabdeckung liegt bei gefühlten 80%, leider nicht mehr. Auch werden technisch bedingt keine Infos eingeblendet. Daher eher zu vernachlässigen. In der Praxis wird man wohl immer über das Display fotografieren.

Fazit: Mit der Coolpix P7000 ist Nikon ein ganz großer Wurf im Bereich der Kompaktkameras gelungen. Die Einstellmöglichkeiten sind mit einer normalen DSLR vergleichbar und wer zu dieser eine gute Zweitkamera für unterwegs sucht, kann mit gutem Gewissen zur P7000 greifen. Es sollte jedoch klar sein, dass man die Kamera trotz ihrer kompakten Maße nicht in die Hosentasche stecken kann. Dafür ist sie dann doch ein wenig zu groß.

Die Nikon Coolpix P7000 kostet gemäß UVP 549 €.

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4 Kommentare:

  1. ok also doch keine canon?

    gruß! sOteCK

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  2. Offen gestanden kann ich die Begeisterung nicht nachvollziehen. Ich habe die Kamera selber 1 Woche lang auf Herz und Nieren getestet und war ziemlich enttäuscht.

    Vor allem hat mich der Live-View sehr ernüchtert, denn weder ist man in der Lage, das aufgenommene Foto länger zu betrachten, noch stimmt die Ansicht mit dem späteren Foto vernünftig überein. Auch die Video-Funktion ist lausig. Die Krönung setzten jedoch die reinen Fotos auf. Lange nicht so schlecht belichtete und vor allem "flaue" Schärfe erlebt.

    In direkter Konkurrenz stand parallel die Canon G12. Diese gefiel mir zwar wesentlich besser, vor allem durch die knackige Schärfe und brillianteren Farben, jedoch sitzen mir hier ebenso zu viele Knöpfe an Stellen, wo ich sie nicht benötige oder wünsche.

    Schlussendlich bin ich bei einer Panasonic Lumix LX5 gelandet. Das 24er Weitwinkel sowie die 2.0er Lichtstärke ist für meine Einsatzzwecke einfach optimal. Sie ist wesentlich kleiner und handlicher, den AF sowie Zoom beim filmen und HD (AVCHD light) hört man fast gar nicht, stellt extrem schnell präzise scharf, der AF folgt sogar besser als bei Canon und Nikon und schlussendlich sind weniger Settings möglich, welche die Kamera nicht so überfrachtet wirken lassen. Einzig der immer noch mickrige Brennweitenbereich ist ungenügend. Da hätte man doch gerne auf 120 mm gehen können, ohne die Objektivqualität massgeblich zu verschlechtern, oder?

    Schade, ich hatte selber große Hoffnungen in die Nikon gesetzt. Sie sieht toll aus, die Menüführung finde ich gelungen und auch die Haptik erscheint wertig. Aber schlussendlich zählen die Bildresultate. Und hier dachte ich, mir läge ein Montagsgerät vor (was jedoch nicht der Fall war, da ich kurz danach ein Ersatzgerät geliefert bekam und hier die gleichen schwachen Ergebnisse vernehmen musste.

    Panasonic macht mit den Lumix Kameras echt einen guten Job. Anscheinend profitieren sie auch viel aus den Erfahrungen mit ihren Camcordern. Sie könnten etwas liebevoller im Menüdesign sein, denn das schaut echt grausig aus. Aber denn die Aufnahmen stimmen... Vor allem ist mir eines aufgefallen: wie oft sitzen wir mit Freunden / Bekannten zusammen, es ist dunkel um einen herum und man ärgert sich, dass a) nicht alle drauf passen bzw. b) das Umgebungslicht nicht ausreicht (Blitz oder höhere ISO bewusst nicht gewollt sind, um Rauschen / Stimmung zu vermeiden). Und dann erinnere ich mich an einen Spruch von Robert Capa "Wenn dein Bild nicht gut ist, warst du nicht nah genug dran" ;-)

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  3. Ich habe den sehr guten Test der P7000 in der Chip gelesen. Leider hat die Kamera keinen GPS-Empfänger mehr wie die P6000 aber darauf kann man auch verzichten. Bin so gut wie überzeugt!

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  4. Ich habe die Nikon coolpix 7000 zu Weihnachten geschenkt bekommen und finde sie genial. Klar passt sie nicht in jede Hosentasche, aber dafür bin ich mit den Photos super zufrieden. Auch die Filme sind ok. Klar ersetzt sie keine gross Spiegelreflex. Aber es ist eine super Zwischenlösung und viel handlicher als eine grosse Kamera.
    Für in die Hosentasche behalte ich meine kleine Sony Cybershot.

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