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Dienstag, 21. Oktober 2008

Test Nikon D90 gegen Nikon D300

Nikon D300 vs. Nikon D90
Ein großes Foto-Magazin hat endlich mal den lange fälligen Head-to-Head Test der beiden Kameras Nikon D90 und Nikon D300 gemacht. Während die D300 nun schon einige Montate auf dem Markt ist und sich bei semi-professionellen Fotografen bewährt hat, kam die D90 erst letzten Monat ohne große Vorankündigung in die Läden.

Preis
Was also ist gleich und wo liegen die Unterschiede? Fangen wir mit dem Preis an. Während sich die D90 noch als Einsteigerkamera (und Nachfolger der Nikon D80) im Preissegment unter 1.000 Euro bewegt, liegt die D300 mit gut 1.500 Euro (jeweils nur der Body) schon deutlich drüber.

Auflösung

Beide Kameras arbeiten mit dem neuen 12 Megapixel CMOS-Sensor im APS-C Format. Es ist offiziell nicht bestätigt, ob wirklich der baugleiche Sensor verwendet wird, denn in Sachen Bildqualität scheint es bei der D90 sogar leichte Vorteile zu geben. Vermutlich wurde einfach in den letzten Monaten ein wenig weiterentwickelt. Das Rauschen ist übrigens bei beiden Kameras extrem niedrig und Bilder mit ISO 1.600 sind überhaupt kein Problem. Man kann sogar höher gehen.

Verarbeitung und Gehäuse
Während die D300 ein sehr hochwertiges Gehäuse aus Magnesium besitzt, welches auch sehr gut gegen Staub und Feuchtigkeit schützt (schon bekannt aus der Nikon D200), muss man bei der D90 leichte Abstriche machen. Hier wird vielmehr Kunststoff verarbeitet, der jedoch auch eine sehr hohe Wertigkeit besitzt. In Sachen Haptik wirken beiden Kameras sehr hochwertig. Die D90 fällt ein wenig kleiner aus als die D300. Selbst in die Hand nehmen macht hier auf jeden Fall Sinn.

Autofokus-System

Die neue D90 besitzt 11 Meßfelder, während die D300 mit 51 Meßfeldern klar ihre Professionalität ausspielt. Man muss jedoch selbst entscheiden, ob man hieraus Nutzen ziehen kann. Ich wage mal zu behaupten, dass dies bei den meisten Fotografen nicht der Fall ist.

Live-View und Video-Funktion
Beide Kameras bieten den Live-View-Modus und darüber hinaus verschiedene Funktionen, diesen zu verwenden. Eine absolute Weltneuheit bietet aber nur die D90: Das Aufnehmen von Videos im Live-View-Modus. Und dies sogar bis hin zum HD-Format und 1.280x720 BIldpunkten. Ein echtes Novum. Über HDMI-Schnittstelle schaut man sich die Videos bequem im 16:9 Format daheim am HD-Flat an. Auf jeden Fall eine tolle Sache!

Handhabung und Bedienbarkeit
Ich habe auch schon selbst beide Modelle in der Hand gehabt und in Punkto Bedienbarkeit kommt man sehr schnell zurecht, besonders wenn man bereits eine Nikon-Kamera bedient hat. Die D300 hat mehr Optionen und die Möglichkeit, eigene Einstellungen zu speichern. Im Großen und Ganzen gibt es aber keine gravierenden Unterschiede.



Fazit
Mit der D90 hat Nikon eine grandiose Einsteigerkamera auf den Markt gebracht, die in Sachen Bildqualität der D300 mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar leicht überlegen ist. Dafür punktet die D300, wenn es um mehr Professionalität und Ausstattung geht. Allein das Gehäuse der D300 ist extrem wertig. Die Video-Funktion der D90 ist eine absolute Weltneuheit, jedoch in meinen Augen eher als Zusatz zu sehen. Nicht als Kauf-Argument. Wer eine sehr gute Kamera für den universellen Einsatz sucht, sollte zur D90 greifen. Wer variabel bleiben möchte und mehr in Richtung professionellen Einsatz geht, dem sei die D300 wärmstens empfohlen.

Update
Nachdem es mittlerweile mit der Nikon D300s eine neue Version der D300 gibt, habe ich diese mit in die DxO-Vergleichstabelle aufgenommen.

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